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~+The Pain Of Love+~


Sadako und Maora waren immer allerbeste Freundinnen und unzertrennlich gewesen. Niemals hat man eine von beiden alleine gesehen. Alles, aber auch wirklich alles, mussten sie gemeinsam machen. Das konnte jeder bestätigen, der sie kannte. Aber niemand wusste wirklich bescheid, denn es gab da ein großes Geheimnis, das niemals, unter gar keinen Umständen ans Licht kommen durfte. Denn Maoras Gefühle für Sadako waren weitaus mehr, als nur freundschaftlich. Doch, um die Freundschaft nicht zu zerstören und den Schein zu bewahren, was sie doch für gute Freundinnen seien, die keine Geheimnisse voreinander haben und sich vollkommen vertrauen, versuchte Maora ihre wahren Gefühle zu verstecken .... .
Zu Hause jedoch hatte Maora einen kleinen Schrein mit Kerzen und einem Foto für Sadako errichtet. Jeden Abend zündete Maora die Kerzen an, starrte stundenlang zu dem Foto und hoffte, dass Sadako irgendwann ihre Gefühle erwidern würde. Doch, wie sollte Sadako das können, wenn sie nichts von Maoras Gefühlen wusste?! Maora versuchte immer, sich einzureden, dass Sadako es irgendwann von alleine merken, auf sie zukommen und alles ein Happy End haben würde. Aber Maora wusste genau, dass es niemals dazu kommen würde, dass das alles nur Wunschdenken war. Sadako hatte doch einen Freund...einen, von vielen anderen und sie war glücklich. Dieses Glück wollte Maora auf keinen Fall zerstören, doch die Hoffnung gab sie deswegen noch lange nicht auf! Einmal in der Woche schrieb Maora einen Brief an Sadako, in dem sie versuchte, Sadako ihre wahren Gefühle zu vermitteln. Und jedes Mal war Maora fest dazu entschlossen, Sadako den Brief zu geben, Doch, wie schon so viele Male, verließ sie der Mut und so landete der Brief sorgfältig in einer Kiste bei all den anderen Briefen. Das ging jetzt schon seit drei Jahren so.
Vor drei Jahren lernte Maora Sadako nämlich kennen und es war Liebe auf dem ersten Blick. Damals steckte Maora in einem großen Streit mit ihren Eltern, weil ihr Vater wieder einmal befördert wurde und sie somit von zu Hause wegziehen mussten. Maora musste alles hinter sich lassen! Ihre Lieblingsplätze, Freunde, einfach alles, was sie mit der Zeit lieben gelernt hat! Natürlich wusste Maora, dass die Beförderung mehr Geld zum Leben bringen würde, doch sie entwickelte trotzdem einen gewissen Groll. Ständig zogen sie um, weil ihr Vater befördert wurde. Immer wieder neue Abschiede. Maora hielt das einfach nicht mehr aus. Sie zog sich immer mehr in sich zurück, sagte kein Wort mehr und lachen konnte sie schon gar nicht mehr. Früher war sie sehr fröhlich und aufgeweckt gewesen, für jeden Spaß zu haben und sprühte nur so vor Lebensenergie. Doch nun fehlte davon jegliche Spur. Und diese große Veränderung an ihrer Tochter schien Maoras Eltern überhaupt nicht aufzufallen! Dann lernte Maora Sadako kennen. Sie kam neu in ihre Klasse und mit ihr verstand Maora sich auf Anhieb. Sadako war es auch, die Maora aus dieser Krisenzeit heraushalf. Sadako versprühte solch einen Lebensmut, dass Maora einfach nicht anders konnte, sie war in Sadakos Bann geraten. Maoras Probleme waren wie weggeblasen, einfach so. Von da an waren die beiden unzertrennlich
Eines Abends saß Maora wieder einmal vor ihrem Schrein, völlig in Gedanken versunken, als es plötzlich klingelte. Maora wurde ruckartig aus ihren Gedanken gerissen und stürmte sofort zur Tür. Es war Sadako, tränenüberströmt und völlig außer Atem und es war mitten in der Nacht – ein Zeichen dafür, dass Sadako mal wieder, wie schon so oft, von irgendeinem Idioten verletzt worden war. Das versetzte Maora jedes Mal einen Stich ins Herz und grenzte an ihre äußerste, seelische Belastung, weil sie ihre Freundin lieber lachen sehen und doch selbst gerne an ihrer Seite sein wollte.
Maora hatte mit ihrer Vermutung recht! Sadako erzählte ihr, wie so viele Male schon, eine herzzerreißende Story aus ihrem katastrophalen Liebesleben und Maora musste ihre Schulter hinhalten und Sadako trösten. Sadako wollte, wie jedes Mal, wieder bei Maora übernachten, da sie in ihrem Zustand nicht alleine nach Hause gehen konnte. Also gingen sie zusammen in Maoras Zimmer. Sadako sollte es sich bequem machen, während Maora in die Küche ging, um Tee zu kochen. Dieser sollte Sadako helfen, sich wenigstens etwas zu beruhigen. Doch, als Maora mit dem Tee und ein paar Keksen zurück in ihr Zimmer kam, stand Sadako plötzlich in der Türschwelle und hielt ein Foto von sich in einem Herzrahmen in der Hand. Natürlich! Jetzt fiel es Maora wieder ein... .Sie war doch einfach aufgestanden und zur Tür gerannt, wobei sie den Schrein völlig vergessen hatte. Irgendwann musste es so weit kommen...
„Was....was, um alles in der Welt, hat DAS zu bedeuten?!“, fragte Sadako mit so einem Zorn in ihrer Stimme, dass es Maora kalt den Rücken herunterlief und sie das Tablett mit dem heißen Tee fallen ließ. Dabei verbrühte sie sich, doch das kümmerte Maora im Moment weniger. „Ich...ich kann das erklären...!“, stammelte Maora. „Nichts kannst du!!! Du bist doch echt krank! Du gehörst in psychologische Behandlung!“, brüllte Sadako schon fast und noch zornerfüllter. Diese Worte durchbohrten Maoras Herz, wie Messerstiche. Maora war den Tränen nahe. All ihre Wünsche, Träume und Hoffnungen konnten doch nicht einfach in einem einzigen Moment zerstört worden sein! „Aber...!“, war das Einzige, was Maora herausbekam. „Kein Aber! Das...ich habe dir die ganze Zeit vertraut! Und du... . Fass mich NIE WIEDER an, du elende Lesbe!“ Mit diesen Worten verschwand Sadako und ließ die vollkommen durcheinander und am Boden zerstört wirkende Maora allein zurück. Diese konnte immer noch nicht glauben, was eben passiert war., wollte es nicht wahrhaben. Der letzte Funken Hoffnung, den sie hatte...einfach weg...in wenigen Augenblicken einfach zerstört! Das konnte...das durfte nicht sein!
Doch das war noch nicht das Schlimmste! Denn am darauffolgenden Morgen, klingelte es an der Tür. Wie jeden Tag, holte Sadako Maora ab, um mit ihr zusammen in die Schule zu gehen, als ob nichts gewesen wäre. Wie konnte Sadako so tun, als ob alles in Ordnung wäre?! Aber es war trotzdem etwas anders... . Maora spürte immer noch diesen unglaublichen Zorn in ihrem Nacken und auf einmal nahm Sadako Maora zur Seite: „Falls irgendjemand von ‚deinem kleinen Geheimnis’ erfahren sollte, bist du tot! Also: Wenn ich dir wirklich so wichtig sein sollte und du mich weiterhin als Freundin behalten willst, vergiss die Sache einfach, lass dir nichts anmerken oder sonst was! Und jetzt....lass uns gehen!“, sprudelte es aus ihr heraus. So also wurde Sadako mit dem Geschehen fertig. Sie verdrängte es, weil es nicht in ihren Kram passte. Doch Maora blieb, wie angewurzelt, stehen und konnte einfach nicht glauben, was Sadako da eben gesagt hatte. So kannte sie sie gar nicht... . Nichts anmerken lassen...?! Ignorieren...?! Wie sollte das funktionieren?! Eigentlich wollte Maora gar nicht mehr zur Schule gehen, weil sie diese „Scheinfreundschaft“ und gespielte Freundlichkeit einfach nicht ertragen konnte. Außenstehende bemerkten nichts von der ganzen Sache. Für sie waren Sadako und Maora immer noch die perfekten Freundinnen, wie immer... .
Ungefähr eine Woche ließ Maora das mit sich machen, bis sie es einfach nicht mehr aushielt. Sie spielte vor, krank zu sein, damit ihre Mutter in der Schule anrief und Maora nicht unentschuldigt fehlte, was bloß Aufmerksamkeit erregt hätte... . Dann war sie alleine zu Hause. Sofort holte Maora mit zitternden Händen einen weißen Umschlag hervor und steckte einen Zettel hinein:

„Ich...was schreibt man hier rein?!
Die einzige Person, die ich je in meinem Leben geliebt habe, die mich verstanden hat, mir mein Lächeln zurückgegeben hat, hat mich zutiefst verletzt!
Warum...?!
Was mache ich bloß immer falsch???
Warum verliebt man sich auch bloß immer in die falschen Menschen?!
Liebe bringt so viele Schmerzen mit sich! Besonders, wenn sie einseitig ist und nicht erwidert wird!
Ich kann nicht mehr...!!!
Jede Woche habe ich einen Brief an dich geschrieben, Sadako! Seit drei Jahren...und jedes Mal wollte ich sie dir geben, doch mich hat immer der Mut verlassen... .
Wenn du sie jetzt liest...falls du sie lesen solltest..., hoffe ich, dass du meine Gefühle wenigstens etwas verstehst... .
Das ist mein letzter Wunsch...einfach nur verstanden zu werden...!!!
Sadako, Mum, Dad, ihr alle:
Es tut mir unendlich leid, dass ich so dumm bin und diesen Weg wähle, um mit meinen Problemen fertig zu werden! Doch ich bin einfach zu schwach und zu feige, dem entgegenzutreten!
Das Leben ist tausendmal schmerzhafter, als der Tod...und diese Schmerzen ertrage ich nicht mehr!!!
Ich fühle mich so ausgelaugt und überflüssig auf dieser Welt...
ENTSCHULDIGUNG!!!
Maora“


Es war eine Art Abschiedsbrief... .
Der Zettel war tränennass und völlig zerknittert. Maora nahm den Brief und legte ihn sorgfältig auf den Karton mit den ganzen Briefen an Sadako.
Dann ging sie ins Bad und griff in den Tablettenschrank ihrer Mutter...

~+~+~+~+~+~by myself...~+~+~+~+~+~+


useless

at the begining silent

something

strange
about
life
and
all
that
shit

history

once upon a time
pushed again



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